• Programm für die Kommunalwahl: „Pellworm denken!“

    Liebe Pellwormerinnen und Pellwormer!Unser Wahlprogramm ist fertig! Mit vereinten Kräften haben wir es in lebendigen Diskussionen weiterentwickelt und am 9. März 2018 beschlossen. Herzlichen Dank an alle, die Ideen und Verbesserungsvorschläge beigetragen haben! Wir finden, es ist ein erfrischendes und fundiertes politisches Angebot an all diejenigen geworden, denen die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Insel am Herzen liegt. Macht Euch selbst ein Bild von unseren Vorschlägen, und tragt sie weiter, wenn sie Euch gefallen. Wir rechnen mit Euren Stimmen am 6. Mai!
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  • Unsere Kandidaten wurden gewählt!

    Am 2. Februar 2018 waren alle Mitglieder des SPD-Ortsvereins ins Café Anticus eingeladen, um unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 6. Mai 2018 zu bestimmen. Wir konnten eine interessante Liste zusammenstellen, in der alle Generationen und unterschiedlichste Berufsgruppen vertreten sind. Auf die ersten sechs Plätzen, die als Direktkandidaten/innen auf dem Wahlschein erscheinen werden, sind gewählt worden: Dethlef Dethlefsen, Astrid Korth, Norbert Nieszery, Hauke Zetl, Jörg Ketelsen und Gerd-Jakob Nommsen. Als Listenkandidaten/innen folgen: Walter Herrig, Thomas Tallowitz, Birger Zetl, Hauke Martensen, Tore Zetl, Andreas Albrecht und Angela van Dijk. Diese würden dann in die Gemeindevertretung nachrücken, wenn einer der Direktkandidaten ausfällt. Macht Euch ein Bild von uns. Wir freuen uns über Eure Unterstützung bei der Wahl.
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    Am 2. Februar 2018 waren alle Mitglieder des SPD-Ortsvereins ins Café Anticus eingeladen, um unsere Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 6. Mai 2018 zu bestimmen. Wir konnten eine interessante Liste zusammenstellen, in der alle Generationen und unterschiedlichste Berufsgruppen vertreten sind. Auf die ersten sechs Plätzen, die als Direktkandidaten/innen auf dem Wahlschein erscheinen werden, sind gewählt worden: Dethlef Dethlefsen, Astrid Korth, Norbert Nieszery, Hauke Zetl, Jörg Ketelsen und Gerd-Jakob Nommsen. Als Listenkandidaten/innen folgen: Walter Herrig, Thomas Tallowitz, Birger Zetl, Hauke Martensen, Tore Zetl, Andreas Albrecht und Angela van Dijk. Diese würden dann in die Gemeindevertretung nachrücken, wenn einer der Direktkandidaten ausfällt. Macht Euch ein Bild von uns. Wir freuen uns über Eure Unterstützung bei der Wahl.
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SPD Pellworm

Ohne Moos nix los…Pellworm steht ohne Haushaltsmittel da!

Unter striktester Beachtung der Hygiene-Regeln fand die Frühjahrssitzung der Gemeindevertretung Pellworm am 31. März 2021 statt. Im Bürgerhus waren wegen der Abstandsregeln nur etwa 30 Sitzplätze vorhanden, die aber mit rund 20 Bürger*innen gut belegt waren. Welche Themen die Bürger*innen bewegten, wurde gleich zu Beginn in der Einwohnerfragestunde deutlich. So fragte Thomas Tallowitz, einer unserer Notfallsanitäter, wie es denn angehen könne, dass es auf der Insel skeptische Stimmen gegen den Bau eines Hubschrauberlandeplatzes gebe. Er schilderte anschaulich aus der Sicht des Rettungsdienstes die jetzige Situation: in 2019 waren zehn Nachtlandungen, in 2020 sogar 17 Nachtlandungen notwendig und es sei bei drei Personen großes Glück gewesen, dass das geklappt habe. Denn entgegen der landläufigen Meinung könnten die Hubschrauber nachts nicht einfach auf jeder x-beliebigen Fenne landen. Es gäbe zwei Maschinen, einen Offshore-Hubschrauber und die Sea King von der Marine, die auch nachts und bei schwererem Wetter eingesetzt werden könnten. Diese brauchen aber eine große befestigte und beleuchtete Fläche zum Landen. Wo sollen die denn künftig runterkommen, zumal Pellworm seit diesem Jahr nicht mal mehr einen Sportflughafen als Sonderlandeplatz habe? so die Frage von Thomas.

Zu diesem Thema meldete sich auch Gerd Jakob Nommsen, Teamleiter der Rettungswache Pellworm, zu Wort. Ein Hubschrauberlandeplatz sei ja mittlerweile schon seit drei Jahren in Planung und er wolle nun wissen, wann es endlich mit dem Bau losginge. Es sei ein Unding, dass Pellworm – ganz anders als die anderen Inseln in der Nordsee - keinen offiziellen Landeplatz habe und den Piloten zugemutet werde, auf irgendwelchen Fennen zu landen. Im Sommer sei die Situation besonders schwierig, da wegen der vielen Urlaubsgäste nicht nur mehr Flüge notwendig seien, sondern bestimmte Plätze wie z.B. der Hörn wegen der hohen Frequentierung nicht nutzbar seien. Bei der Auswahl des Standortes für den Hubschrauberlandeplatz sei ihm vor allem die Nähe zum MVZ sehr wichtig. Man werde dort bald einen neuen Schockraum mit einer extra Anfahrt für den Rettungswagen bekommen, und da mache es nur Sinn, wenn alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt seien - so wie auf den anderen Inseln auch.

Um ein weiteres medizinisches Thema ging es auch bei den Wortmeldungen unseres Inselarztes Dr. Gehre. Er stellte dar, dass die dritte Pandemie-Welle bereits in vollem Gange sei und diese nach seiner Einschätzung größer werde als wir uns das bislang vorstellen könnten. Er bat eindringlich darum, das neu errichtete Testzentrum auf Pellworm gut zu nutzen. Auch die Handwerker, die auf der Insel arbeiten, sollten angehalten werden, sich ein bis zweimal pro Woche testen zu lassen. Und er plädierte dafür, sich Gedanken darüber zu machen, ob man nicht ein negatives Testergebnis vor Anreise zur Voraussetzung für die Fährüberfahrt von Gästen und Zweitwohnungsbesitzern machen könnte. Auch während ihres Aufenthalts müssten diese aufgefordert werden, sich regelmäßig testen zu lassen. Bürgermeisterin Astrid Korth bedankte sich für die Anregungen und versprach, dies mit den zuständigen Stellen im Kreis zu besprechen und eine entsprechende Aufforderung auf die gemeindliche Webseite zu stellen. Schwierig werde allerdings die Kontrolle, da diese nur durch die Polizei oder die NPDG erfolgen könne.

An dieser Stelle entwickelte sich eine Diskussion über die Tests an der Schule. Dort werde vergleichsweise wenig getestet, weil die Eltern dies zum Teil nicht wollten. Hauke Zetl (SPD) rief eindringlich dazu auf, die Kinder testen zu lassen, dies diene unser aller Sicherheit. Elternvertreterin Katrin Knudsen (WGP) meinte, es hätte hier Unklarheiten gegeben. Lehrerin Andrea Martensen ergänzte, dass bislang nur etwa die Hälfte der Kinder getestet worden seien. Soeben sei allerdings ein neuer Erlass aus dem Ministerium gekommen, wonach nach den Osterferien nur Kinder, die getestet worden seien, am Unterricht teilnehmen dürften. „Die Lehrerinnen und Lehrer sind sehr froh darüber“, so Andrea. Martin Jansen (CDU) verwies in seinem Beitrag auf die Bewerbung des Kreises Nordfriesland als so genannte Modellregion, die nur dann eine Chance auf Genehmigung hätte, wenn die Inzidenzzahlen nicht in die Höhe gingen.

Ein zweiter Wortbeitrag von Dr. Gehre hatte nichts mit Corona, wohl aber mit der medizinischen Versorgung der Insel zu tun. Er sagte, dass wenn nicht bald entsprechende Maßnahmen ergriffen würden, die Insel in zwei Jahren ohne Arzt dastünde. Die derzeitige Ärztin werde zum 1.7. Pellworm verlassen, und er alleine könne das MVZ nicht betreiben. Es gebe in Schleswig-Holstein derzeit 49 offene Landarztstellen, unter denen Interessent*innen wählen können. Da müsse sich Pellworm schon anstrengen, um für Ärzt*innen attraktiv zu sein. Er schlug vor, von Seiten der Gemeinde z.B. für zwei Jahre eine Wohnmöglichkeit zu stellen oder auch einen Kita-Platz zu garantieren. Für den Fall, dass es nicht gelänge, einen Arzt oder eine Ärztin für das Leben und Arbeiten auf Pellworm zu begeistern, malte Dr. Gehre die Folgen aus: Die Mutter-Kind-Klinik müsste schließen, ebenso könnten die Apotheke, das Pflegeheim, der ambulante Dienst und das KGZ dichtmachen. Mit anderen Worten: rund 50 Arbeitsstellen hängen an der Besetzung der Arztstelle. Aus Sicht von Dr. Gehre sei ein rascher Grundsatzbeschluss drängend, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

Bürgermeisterin Astrid Korth und die Gemeindevertreter*innen zeigten sich sichtlich betroffen. Hauke Zetl (SPD) plädierte dafür, dass die Gemeinde rasch eine Immobilie sichert und meinte: „Eine Million Euro für die Planung des Gesundheitshofs – dafür ist Geld da, aber nicht für einen Arzt? Das kann doch nicht angehen!“. Martin Jansen (CDU) wollte die Öffentlichkeitsarbeit z.B. über die Gemeinde-Webseite verstärken, Rolf Holsteiner (WGP) verwies auf die Pluspunkte der Insellage, beklagte aber die „haushaltsmäßige Fremdbestimmung“ durch den nicht-genehmigten Gemeindehaushalt.

Den Bericht der Bürgermeisterin nutzte Astrid Korth dazu, eindringlich die dramatische Lage in Bezug auf die Finanzen der Gemeinde Pellworm zu schildern. Der Haushalt 2021 sei noch nicht genehmigt und es gäbe beim derzeitigen Stand der Dinge auch keinerlei Aussicht auf Genehmigung! Denn Voraussetzung für die Genehmigung sei der Jahresabschluss 2019, der aber von der Kämmerei in Husum nach deren Angaben frühestens 2022 erstellt werden könne. Das bedeute im Klartet: Es dürfen auf lange Zeit keine Projekte umgesetzt und keinerlei Baumaßnahmen durchgeführt werden! Dies betreffe erstmalig auch die Eigenbetriebe – mit weitreichenden Folgen! Im letzten Eigenbetriebsausschuss hatte Kurdirektorin Sarah Michna anhand mehrerer Beispiele einen verzweifelten Hilferuf formuliert: Sie könne keinerlei Investitionen in die touristische Infrastruktur mehr vornehmen, die Attraktivität Pellworms für unsere Urlaubsgäste würde erheblich leiden.

Pellworm sei, so Astrid, seit Monaten praktisch handlungsunfähig. Die Verwaltungsgemeinschaft mit Husum funktioniere nicht, es herrsche eine Art Arbeitsverweigerung. Das sei nicht hinnehmbar, die kommunale Selbstverwaltung würde so faktisch außer Kraft gesetzt. „Ich werde von Husum erheblich unter Druck gesetzt, man fordert mich auf, Selbstanzeige zu stellen und bedroht mich mit dem Staatsanwalt. Das ist eine unerträgliche Situation für eine ehrenamtliche Bürgermeisterin!“ so Astrid. Sie habe unter Hinzuziehung eines Rechtsbeistands ein Gespräch mit Bürgermeister Uwe Schmitz geführt, der sich für die Situation entschuldigt, aber zugleich erklärt habe, keine Änderung herbeiführen zu können. Der Rechtsbeistand habe im Nachgang gesagt, er habe schon viele Verwaltungsgemeinschaften kennengelernt, aber so eine katastrophale Situation wie mit der Stadt Husum habe er noch nie erlebt.

Auf die Frage von Hauke Zetl (SPD), wie viel Geld die Stadt Husum für die Verwaltungsdienstleistungen von Pellworm bekomme, antwortete die Leitende Verwaltungsbeamtin Sandra Rohde, dass die Umlage 2 Mio. Euro betrage, wobei aber nur tatsächlich erbrachte Leistungen abgerechnet würden. Im letzten Jahr seien es in der Spitzabrechnung 1,5 Mio. Euro gewesen. Martin Jansen (CDU) signalisierte Unterstützung für die Bürgermeisterin. Er empfahl, höheren Orts in Kiel zu intervenieren und ähnlich wie seinerzeit Bürgermeister Norbert Nieszery neue Stellen einzufordern. Marc Lucht, Fraktionsvorsitzender der CDU, ergänzte, dass er bei dem Termin in Husum dabei gewesen sei. Er empfand den Rechtsbeistand als sehr kompetent und hoffe, dass es vielleicht möglich sei, für ein Jahr eine Ausnahme zu erwirken, so dass der Haushalt ohne den Jahresabschluss 2019 genehmigt werde. Dethlef Dethlefsen, Fraktionsvorsitzender der SPD, meinte: „Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Jetzt weiß sogar Bürgermeister Schmitz Bescheid, aber es passiert immer noch nichts. Das Amt Pellworm wird komplett im Stich gelassen, ich sehe keine andere Lösung als einen eigenen Kämmerer für das Amt Pellworm!“ Sönke Petersen (CDU) fragte nach der Möglichkeit von Teilgenehmigungen einzelner Haushaltspositionen und bekam von Sandra Rohde die Auskunft, dass erst der Haushalt vorliegen müsse, bevor es Teilgenehmigungen geben könne. Rolf Holsteiner (WGP) sagte am Ende dieser zwischen Ratlosigkeit und Verzweiflung schwankenden Diskussion an die Adresse der Bürgermeisterin: „Ich finde es großartig, wie Du Dich für Pellworm einsetzt. Du leistest richtig gute Arbeit, Astrid!“ - wofür es Beifall von den Besucher*innen sowie von den meisten Gemeindevertreter*innen gab.

Neben der desolaten Haushaltssituation spielte natürlich auch die Corona-Pandemie eine Rolle in Astrids Bericht. Sie lobte die hervorragende Zusammenarbeit aller Akteure bei der Organisation der Impfungen und hob die gute Durchimpfungsrate auf Pellworm hervor. Auch das Testen sei jetzt möglich auf der Insel. Nordfriesland und Dithmarschen wollten sich gemeinsam als Modellregion für Öffnungen bewerben, dies würde im Erfolgsfall ja dann auch Pellworm betreffen.

Bei den weiteren Tagesordnungspunkten gab es dann große Einigkeit und durchweg einstimmige Beschlüsse.

  • So werden Pellwormer Schüler*innen einer weiteren Schulart, nämlich aller berufsbildenden Schulen, rückwirkend ins Nordfrieslandstipendium einbezogen, was 6.000,- im Jahr kosten wird.
  • Eine vom Innenministerium geforderte Erhöhung der Hebesätze wurde abgelehnt.
  • Der erneute Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 18 (neues Baugebiet östlich des Mischgebietes Hensebekstraße und nördlich des Ilgrofwegs) wurde beschlossen, ebenso für die damit verbundene Flächennutzungsplanänderung. Wesentlicher Inhalt, um den lange gerungen worden war, ist, dass dort nur Dauerwohnraum für Einheimische entstehen darf und keine Ferienimmobilien erlaubt sind. Es darf nur eine Wohneinheit je Gebäude gebaut werden und auch Mietwohnungsbau ist vorgesehen.
  • Die Mitgliedschaft im Runden Tisch Naturschutz e.V. wurde befürwortet, nachdem eine anonyme Spenderin den dafür benötigten Mitgliedsbeitrag (50,-) gespendet hatte (da der Gemeindehaushalt nicht genehmigt ist, können die 50,- Euro nicht aus der Gemeindekasse bezahlt werden!).
  • Pellworm soll als Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservates „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen“ angemeldet werden.
  • Der rote Container, in dem die Kita während der Bauphase vorübergehend untergebracht war, soll als neue Kinnerstuv am Abenteuerspielplatz an den KTS übertragen werden.
  • Das Projekt Gesundheitshof soll ab Leistungsphase 5 an den KTS übertragen werden, da dies aus rechtlichen und steuerlichen Gründen günstiger ist. Da der KTS einen Fünf-Jahresplan für den FAG-Beirat erstellen muss, war diese Entscheidung jetzt zu treffen. Sie bedeutet aber – wie betont wurde - keineswegs eine Grundsatzentscheidung für oder gegen das Projekt.
  • Eine Spende in Höhe von 20.800,- € für ein Projekt mit wilden Bienen für die Kita wurde dankend angenommen.

Längere Diskussionen gab es zu einem existenziell wichtigen Thema für die Insel: dem Bau eines Hubschrauberlandeplatzes.

Marc Lucht (CDU) stellte als Bauausschussvorsitzender den Sachstand dar: Es liege zwar die Baugenehmigung vor, doch fehle derzeit die flugrechtliche Genehmigung, da noch ein ornithologisches Gutachten benötigt werde. Auf der Grundlage von Daten aus dem gemeinschaftlichen Wiesenvogelschutz wird vermutet, dass am vorgesehenen Standort die Uferschnepfe beheimatet ist, wofür ein hoher ökologischer Ausgleich notwendig sei. In einer Videokonferenz mit dem Ministerium sei Pellworm nahegelegt worden, nach Alternativen zu suchen.

Bürgermeisterin Astrid Korth stellte heraus, was für ein ausgesprochen wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge ein Hubschrauberlandeplatz für die Insel Pellworm ist. „Jeder von uns kann in die Lage kommen, dass er den Hubschrauber braucht. Wir müssen jederzeit in der Lage sein, lebensrettende Maßnahmen für unsere Bürger*innen zu treffen. Bitte denkt an eure Mitbürger!“ appellierte Astrid an die Gemeindevertreter*innen. „Es sind viele Alternativstandorte geprüft worden, jetzt gibt es einen, bei dem alles passt – bis auf die Uferschnepfe. Da müssen wir dann eben erhöhte Aufwendungen für den Ausgleich aufbringen, es hilft ja nichts. Oder kann mir jemand sagen, wie viel Geld uns ein Menschenleben wert sein soll? Ich jedenfalls bin nicht bereit, die Verantwortung zu übernehmen, wenn jemand stirbt, weil wir keinen Hubschrauberlandeplatz haben“ so die Bürgermeisterin.

Dethlef Dethlefsen (SPD) bedankte sich bei Astrid für ihr konsequentes und beharrliches Engagement in Sachen Landeplatz und meinte: „Wenn ein hoher Ausgleich notwendig ist, dann muss das eben sein“. Marc Lucht (CDU) erläuterte, dass es zwingend sei, dass in räumlicher Nähe ein Ausgleich geschaffen wird für den Vogel. Er plädierte dafür, Alternativen zu prüfen und weitere Diskussionen im nicht-öffentlichen Teil zu führen, da erfahrungsgemäß die Preise steigen, wenn Kommunen unter Druck Flächen suchten. Rolf Holsteiner (WGP) meinte, dass auf keinen Fall eine Verhinderung oder weitere Verzögerungen geduldet werden dürften, spätestens im Juni 2021 muss die Entscheidung getroffen werden. Der Standort werde aus seiner Sicht nicht in Frage gestellt. Hauke Zetl (SPD) merkte an, dass ein ökologischer Ausgleich an jedem Standort auf Pellworm geschaffen werden müsse, es gäbe überall auf der Insel schützenswerte Vögel. Eine neue Planung an einem neuen Standort koste mindestens 50.000,-  Euro und nehme viel Zeit in Anspruch. „Aus meiner Sicht ist es berechtigt, dass für einen seltenen Vogel wie die Uferschnepfe so viel Ausgleich geschaffen werden muss. Und man muss auch mal sehen, dass wir mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen nicht Geld zum Fenster rauswerfen, sondern etwas sehr Wertvolles für unsere Insel schaffen und damit die Bewerbung um die Anerkennung als Biosphäre unterstützen. Ich weiß gar nicht, warum wir solange darüber schnacken!“ Diesbezüglich war Martin Jansen (CDU) aber anderer Meinung: Er könne nicht verstehen, warum wegen der drei Vögel so ein Aufwand betrieben werde. Er sei dafür, Alternativstandorte zu prüfen. Letztendlich stimmten aber alle Gemeindevertreter*innen für den von der Verwaltung vorgelegten Beschlussvorschlag, wonach die Gemeinde grundsätzlich den Bau eines Hubschrauberlandeplatzes an dem Standort an der Spülkuhle befürwortet. Spätestens in der nächsten GV-Sitzung soll dann nach Prüfung von Alternativen endgültig darüber beschlossen werden.

Hoffen wir, dass die Gemeindevertretung eine gute Entscheidung zum Wohle aller Pellwormer*innen treffen wird!

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