Pellworm denken!

Wahlprogramm der SPD Pellworm - hier als Download

zur Kommunalwahl in Schleswig-Holstein

am 6. Mai 2018

 

Pellworm denken!

 

  1. 1. Was macht Pellworm so anders?

 Pellworm ist keine Touristenhochburg, sondern ein Sehnsuchtsort!

Ein Ort, „über dem sich Nolde-Himmel wölben, auf dessen Felder, Waldflecken und Wiesen malerische Farben getupft sind, an manchen Nachmittagen gekrönt von einem Tiefschwarzblau der Püttenwasser, das so unirdisch ist, dass einem der Atem stockt. Weil ein anderer Wind weht, der andere Wellen ins Reetgras schreibt, in Silberweidenkronen und ins reife Korn.“ (Ralf Lilienthal)

Pellworm ist ursprünglich und echt, hat sich seine Natürlichkeit bewahrt. Von einem naturverbunden landwirtschaftlichen Charakter und einer familiären Atmosphäre geprägt, wartet die Insel mit ihren ganz eigenen Nordseeeindrücken auf.

Unser Sandstrand ist die Unbeschwertheit, die von einem Besitz ergreift,  sobald man von der Fähre steigt. Statt auf Dünen zu wandern und durch Kiefernwälder zu streifen, taucht man hier ein in eine tiefe Geborgenheit, in der man sich so sicher und beschützt fühlt wie zuletzt in der Kindheit. Mondäne Einkaufsstraßen und Promenaden mit überteuerten Luxusartikeln vermisst hier keiner. Hier nimmt dich jemand mit großer Warmherzigkeit an die Hand und erklärt dir auf Plattdeutsch, wo der Kandiszucker steht, den du in diesem engen und gemütlichen Laden einfach nicht finden konntest. Auch wenn alle hier einer geregelten Arbeit nachgehen, bleibt fast immer Zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee oder Tee und einen lütten Schnack över dit und dat.

Das ist Pellworm, die Insel vor der Welt, abseits von Hektik, Leistungsdruck und Reizüberflutung!

Diese einzigartige Identität ist unser großer Vorteil, unser Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb mit anderen Tourismusorten an und in der Nordsee.

Diese Identität wollen wir erhalten, für uns und unsere Gäste. Deswegen dürfen wir nicht den Fehler machen, Erfolgsgeschichten von woanders zu kopieren.

Stattdessen wollen wir Pellworm denken!

 

Pellworm darf stolz sein auf das, was wir an authentischem Leben bewahrt haben. Das heißt aber nicht, dass wir nichts verändern dürfen. Selbstverständlich ist es notwendig, zu modernisieren oder Kapazitäten auszubauen. Aber all das muss behutsam geschehen, immer so, dass die Seele unserer Insel nicht zerstört wird.

 

  1. 2. So soll Pellworm im Jahre 2030 aussehen!

Unser Ziel ist, dass im Jahre 2030 folgender Artikel in den Husumer Nachrichten erscheint:

 

Pellworm ist lebenswerteste und innovativste Gemeinde Deutschlands

 Pellworm, die grüne Insel mitten im Welt­naturerbe, hat sich seit einigen Jahren zu einer überregional bekannten Qualitäts­marke mit hoher Lebensqualität gemau­sert. Folgerichtig wurde der Gemeinde dieses Jahr vom Bundespräsidenten der hoch dotierte Preis als „Innovativste und lebenswerteste Gemeinde Deutschlands“ verliehen. Das Staatsoberhaupt betonte in seiner Laudatio, dass diese vorbildliche Entwick­lung vor allem einem ausgeprägten demokratischen Gemeinschaftssinn der Insulaner zu verdanken sei. Nicht zuletzt deshalb stehe man heute nahezu ohne Schulden da, verfüge über eine gute wirtschaftliche und voll ausgelastete touristische Infrastruk­tur, eine autarke Energieversorgung und hervor­ragende soziale Angebote für die Bürgerinnen und Bürger der Insel. Die Pellwormer hätten ihre besondere Entwicklungschance durch die Einmaligkeit ihrer „Insel vor der Welt“ nachhaltig genutzt und sich damit eine dauerhafte Unabhängigkeit und eigene Gestaltungsmöglichkeiten geschaffen. „Ja, wir alle hier auf der Insel sind ziemlich stolz darauf, dass wir selbstbe­wusst und erfolgreich unseren eigenen Weg gegangen sind!“, betonte die Bürger­meisterin von Pellworm in ihrer Dankesrede.

 

  1. 3. Diese Schritte wollen wir in den nächsten fünf Jahren gemeinsam gehen!

Verbesserung der Inselgemeinschaft

 Nur dadurch, dass alle wichtigen Entscheidungen von den Bürgerinnen und Bürgern mit-entwickelt, mit-gestaltet und mit-entschieden werden, lässt sich das in den letzten Jahren so oft vermisste Gemeinschaftsgefühl auf der Insel wieder stärken. Auch muss endlich mehr Transparenz bei den kommunalen Entscheidungen geschaffen werden.

Daher werden wir mindestens zweimal im Jahr und zusätzlich nach Bedarf einen Bürger-Rat einberufen, in dem alle wichtigen Vorhaben Pellworms vorgestellt und besprochen werden. Die daraus resultierenden Empfehlungen werden der Gemeindevertretung als wichtige Stellungnahme zugeleitet, die in die Entscheidungsfindung einzubeziehen ist. Wir werden zudem die Gründung sowohl eines Jugend- als auch eines Seniorenbeirates auf der Insel fördern, die die Gemeindevertretung in allen Belangen der jüngeren bzw. älteren Menschen beraten. Beide Interessenvertretungen sollen ein Antragsrecht im Gemeinderat erhalten.

Insgesamt wollen wir darauf achten, dass künftig mehr Frauen in verantwortlicher Position die Geschicke der Insel mitbestimmen, damit die Lebenswirklichkeit von Frauen stärkere Berücksichtigung bei wichtigen Entscheidungen findet.

 

Nachhaltiges Wirtschaften

Wir bekennen uns zu den Erhaltungszielen des Natur- und Umweltschutzes. Insbesondere wollen wir darauf hinwirken, dass wirtschaftliche Ertragschancen und Schutz der Umwelt in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Das bedeutet unter anderem, dass wir alle gemeinsam an einer Strategie arbeiten wollen, Pellworm innerhalb der nächsten fünf Jahre „glyphosatfrei“ zu machen, d.h. wir wollen einen inselweiten Verzicht auf die Anwendung von Totalherbiziden.

Geeignete natürliche Verfahren zum Erhalt und zur Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit sollen zusammen mit unseren Landwirten erprobt und später flächendeckend angewendet werden. Um den Vorbildcharakter Pellworms im Hinblick auf einen sorgsamen Umgang mit der Natur zu unterstreichen, wird die Gemeinde alle geeigneten gemeindlichen Flächen nachhaltig nutzen und wenn möglich, dem Vertragsnaturschutz zur Verfügung stellen. So leisten wir künftig einen weiteren Beitrag zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Das Bekenntnis zum Naturschutz beinhaltet für uns auch ein klares Bekenntnis zu den Gänsen auf unserer Insel. Sie sind eine touristische Attraktion, die viel besser vermarktet werden könnte. Allerdings richten sie auch erhebliche Schäden an. Unter gewissen Bedingungen scheint das Land aber bereit zu sein, Entschädigungsprämien für Gänse-Fraßschäden, analog zu den Regelungen für Hallig-Bauern, zu zahlen. Das Jagdrecht bleibt davon unberührt. Derartige Leistungen könnten in einer anerkannten „Biosphäre Pellworm“ möglich sein. Wir unterstützen den Gedanken einer Biosphäre ausdrücklich und werden uns in die geplante Erarbeitung eines Konzepts, an dem alle Bürger beteiligt werden müssen, intensiv einbringen.

Klimaschutz und Küstenschutz auf und für Pellworm

Der vom Menschen verursachte Klimawandel betrifft Pellworm in besonderer Weise. Neuen Studien zufolge könnte der Meeresspiegelanstieg stärker als erwartet ausfallen. Selbst die neuen  „Klimadeiche“ wären mit diesem um bis zu 65 cm höheren Pegel im Jahr 2100 überfordert. Zudem werden Extremwetterereignisse wie Stürme, Starkregen oder anhaltende Trockenheit weiter zunehmen.

Die sprichwörtliche Haltung „nach uns die Sintflut“ wollen wir uns von unseren Kindern und Enkeln nicht vorwerfen lassen. Unsere Insel hält mit der Gewinnung erneuerbarer Energien und mit klimaschonender Mobilität bereits heute die richtigen Antworten auf den Klimawandel bereit. Wir möchten die Anstrengungen im Klimaschutz weiter ausbauen und als unmittelbar Betroffene eine Vorbildrolle in Sachen Klimaschutz übernehmen.

Konkret werden wir im Dialog mit allen Beteiligten folgende Ansätze  verfolgen:

  • Verbrennung fossiler Brennstoffe weiter reduzieren (z.B. Förderung der Erdwärme für private Haushalte, Ausbau alternativer Heizsysteme in kommunalen Liegenschaften)
  • Humusaufbau auf landwirtschaftlicher Nutzfläche zur CO2-Speicherung gewährleisten (z.B. durch Beratung und Fortbildung von Landwirten, lokaler CO2-Zertifikatshandel zwischen regionalen Unternehmen und Landwirtschaft)
  • Pellworm als klimafreundliche Tourismus-Destination profilieren (weitere Vermieter für die Zertifizierung zur klimafreundlichen Urlaubsunterkunft gewinnen, Klimaschutz als touristisches Aushängeschild der vom Klimawandel unmittelbar betroffenen Insel)

Die zügige Verbesserung des Küstenschutzes wird Gegenstand unserer Forderungen an die Landesregierung sein. Wir werden darauf drängen, dass der Klimadeich früher als geplant in Angriff genommen und so realisiert wird, dass er die neuesten Forschungsergebnisse zum voraussichtlichen Meeresspiegelanstieg berücksichtigt.

Wirtschaftliche Standbeine

Unser Pellworm der Zukunft wird wirtschaftlich auf drei soliden Standbeinen stehen: das erste ist der Tourismus, das zweite ist die Insel-Landwirtschaft und die Fischerei mit einer starken regionalen Vermarktung und Veredelung ihrer Produkte, das dritte sind kommunale Erträge aus der Energiewirtschaft.

Tourismus

Unsere touristische Infrastruktur - vorwiegend Familienbetriebe mit gewachsener herzlicher Gastfreundschaft und speziellen Angeboten für die Gäste - wird behutsam modernisiert und ausgebaut. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung und touristischen Ertüchtigung von Bestandsimmobilien, denn sie prägen den Charakter der Insel nachhaltig. Zugleich erfolgt eine Qualitätssteigerung unter Wahrung der Identität Pellworms, wodurch auch neue Zielgruppen angesprochen werden können. Unser Ziel ist ein breites Angebot für alle Erholungssuchenden: von der preiswerten Ferienwohnung für Familien mit kleinem Budget bis hin zur Luxussuite mit Wellnessangebot. Den allgemeinen Trend zum Gesundheitstourismus aufgreifend kann der Gesundheitshof eine große Chance für die touristische Weiterentwicklung der Insel darstellen. Deswegen unterstützen wir die Planung dieses Vorhabens mit aller Kraft. Größere Hotelbauten auf der Insel werden nur dann befürwortet, wenn eine fundierte Marktanalyse erfolgversprechende Chancen festgestellt hat und die baulichen Anlagen zum Charakter der Insel passen. Wir setzen uns außerdem für die Errichtung einer Jugendherberge beziehungsweise einer Bildungsstätte mit Gruppenunterkünften ein. Damit könnten dann umweltpädagogische Angebote mitten im Weltnaturerbe für Schulklassen und andere Gruppen gemacht werden.

Regionale Produktion und Direktvermarktung

Auf die in den letzten Jahren enorm gestiegene Verbrauchernachfrage nach hochwertigen regional produzierten und verarbeiteten Lebensmitteln werden wir konkret reagieren. Wir wollen die Weichen für den Bau und Betrieb einer zertifizierten Inselfleischerei stellen, die von erfahrenen Fachleuten betrieben werden soll. Die Gemeinde Pellworm wird sich an diesem Betrieb direkt beteiligen und damit Einfluss nehmen auf die Geschäftspolitik. Wir wollen zunächst die Lämmer von der Insel auch hier verarbeiten. Später soll der Betrieb zusätzlich für Rinder genutzt werden. Die Inselfleischerei ist sowohl für Tiere aus ökologischer Haltung, als auch aus konventionellen Betrieben geeignet. Lediglich die Vermarktungswege werden unterschiedlich sein. Im Vordergrund stehen das schonende Schlachten und die kurzen Transportwege, die dem Tierwohl sehr entgegenkommen.

Wir wollen mittel- bis langfristig erreichen, dass hochwertige Insel-Erzeugnisse (Lamm, Rind, Milch, Schwein, Fisch) mit Arbeitskräften von der Insel veredelt und unter einer einheitlichen Dachmarke vermarktet werden. Da das Angebot an hochwertigen Lebensmitteln mitten aus dem Weltnaturerbe knapp bleiben wird, werden wir dank erfolgreichem Marketing höhere Preise für echte Qualität erzielen. Für die Direktvermarktung reicht ein Radius von ca. 200 km (also inklusive der Metropolregion Hamburg) aus. Aber natürlich werden wir über unsere Internetplattform auch Bestellungen unserer Urlaubsgäste und anderer Fans von Pellworm in weiter entfernt gelegenen Regionen bedienen - eine engere Bindung der Touristen an das Pellworm-Feeling inklusive!

Energieversorgung

Das dritte Standbein, die Energiewirtschaft, setzt darauf, dass die Speichertechnologien so weiterentwickelt werden, dass überschüssiger Windstrom länger gespeichert und dann nach Bedarf abgegeben werden kann. Wir wollen spätestens 2030 eine flächendeckende Wärme- und Stromversorgung für alle Inselbewohner aus unserem eigenen Strom erreicht haben. Wir unterstützen daher ausdrücklich die schon vorhandenen Bestrebungen eines gemeindeeigenen Inselwerkes (so wie Stadtwerke anderenorts). Sollten jemals wieder Windkraftanlagen auf Pellworm errichtet werden, so werden wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass  diese Anlagen ausschließlich in kommunaler Trägerschaft betrieben werden. Deren Gewinne kommen dann dem gemeindlichen Haushalt und damit uns allen zugute, weil sie wieder investiert werden in den Ausbau der Kinderbetreuung, in den Abbau unserer Schulden, in den Ausbau unserer Infrastruktur (z.B. Straßen). Und wir können festlegen, dass Bürgerinnen und Bürger, die von den negativen Auswirkungen der Anlagen unmittelbar betroffen sind, als Entschädigung während der Laufzeit der Anlagen z.B. nur 50% des regulären Strompreises bezahlen müssen.

Verbesserung der Lebensqualität für alle Pellwormer

Mit diesen drei Standbeinen der wirtschaftlichen Entwicklung Pellworms werden regionale Arbeitsplätze entstehen, es werden nicht nur mehr junge Familien auf der Insel bleiben, sondern weitere zuziehen können, und die Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen werden steigen. Allerdings bedarf es dafür noch weiterer Voraussetzungen.

Flexible Kinderbetreuung und Sozialer Wohnungsbau

Ganz wichtig für die nächsten fünf Jahre: bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum und gute, flexible Kinderbetreuung mit niedrigen Elternbeiträgen werden als Standortvorteil der Insel ausgebaut. Ein besonderer Schwerpunkt wird für uns auf der Errichtung von ausreichend Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung liegen, damit auch Menschen mit niedrigerem Einkommen auf der Insel angemessen leben können. Einen diesbezüglichen Antrag haben wir bereits im Dezember 2017 in die Gemeindevertretung eingebracht und hierfür einstimmige Zustimmung erhalten. Jetzt werden wir diesen Beschluss so rasch wie möglich umsetzen.

 

Schulische Bildung

Die Schule stellt unverändert einen wesentlichen Bestandteil des Insellebens dar. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung oder den Besuch einer weiterführenden Schule auf dem Festland bleibt ausgesprochen wichtig. Hierfür ist eine ausreichende Anzahl von Fachlehrern erforderlich, die auch bei geringen Schülerzahlen eine dem Festlandstandard entsprechende Ausbildung gewährleisten. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Helgoland-Stipendium dynamisch an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst wird, damit die Bildungschancen unserer Schülerinnen und Schüler nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sind.

Absenkung der Fährpreise

Wichtig ist uns außerdem, dass der „Insel-Nachteil“, nämlich die hohen Fährkosten, abgemildert wird, indem Menschen mit Erstwohnsitz auf Pellworm und insbesondere Landwirte und andere Betriebe, die hier ihre Gewerbesteuer entrichten, deutlich niedrigere Fahrpreise zahlen als heute. Dies kann durch gemeindliche Subventionen geschehen – aber nur, wenn die Finanzspielräume der Kommune durch erhöhte Eigeninitiative größer sind als heute. In einem ersten Schritt werden wir uns für Fahrpreisabsenkungen im Personenverkehr einsetzten. Wir wollen erreichen, dass analog zu den Vergünstigungen für Fahrzeuge auch für die Personenbeförderung von Einheimischen nur der halbe reguläre Fahrpreis erhoben wird.

Weitere Ideen, die zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität auf Pellworm beitragen, wollen wir intensiv verfolgen:

  • Zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Inselbevölkerung werden wir die Arbeit des Medizinischen Versorgungszentrums nach Kräften unterstützen und weiter ausbauen.
  • Die stationäre Pflegeeinrichtung Königswiese wird erhalten. Daneben werden wir uns im Zuge der Erneuerung des Kurzentrums für den Ausbau betreuter Wohnformen für ältere Menschen einsetzen, z.B. in Form einer Alten-WG mit ärztlicher und pflegerischer Versorgung. Auch ein Mehrgenerationenhaus könnte hier angesiedelt werden. Um ein langes selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen, werden wir die ambulante Pflege stärken und weiter ausbauen.
  • Nach erfolgtem Glasfaserausbau werden gezielt neue Gewerbetreibende wie z.B. Dienstleister, kreative Berufe, freie Berufe, zur Ansiedlung auf Pellworm ermuntert. Vielleicht gelingt es auch, den einen oder anderen Ex-Pellwormer zur Rückkehr auf die Insel zu bewegen. Die Nutzung der neuen Breitbandtechnologie wird unsere Insel noch interessanter und vielfältiger machen und letztlich auch einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung vor Ort leisten.
  • Die bereits mit dem Straßenbauamt begonnenen Verhandlungen zur Sanierung der Landesstraße werden wir weiterführen mit dem Ziel einer Grundsanierung der gesamten Straße. Eine Übertragung der Straßenunterhaltung auf die Kommune befürworten wir grundsätzlich, solange die Kosten vom Land zu 100% ersetzt werden.

 

  • Elektromobilität mit einer ausgebauten Ladesäulen-Infrastruktur für E-Autos und E-bikes soll Standard auf der Insel werden. Der Fuhrpark der Gemeinde wird im Laufe der Jahre (immer bei Ersatzbeschaffungen) durch E-Autos ersetzt. Zudem werden wir ein bezuschusstes „Elektro-Insel-Taxi“ organisieren, das sich insbesondere ältere Menschen mit geringen Renten auch leisten können. Verbrennungsmotoren für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge werden in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft nach und nach durch umweltfreundliche Modelle mit alternativen Antriebsformen ersetzt, und zwar so, dass unseren Landwirten keine Wettbewerbsnachteile entstehen. Auch werden wir in Zusammenarbeit mit der NPDG darauf hinwirken, dass Fährneubauten in Zukunft mit Hybrid- oder Elektroantrieb ausgerüstet werden. Zusätzlich werden wir geeignete Möglichkeiten der Energieversorgung durch Wasserstofftechnologie, u.a. Brennstoffzellen prüfen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Solarenergie konsequent weiter auszubauen.
  • Es wurde bereits damit begonnen, die vielfältigen und wertvollen kulturellen Schätze der Insel (Sammlungen und Archive) als Bekenntnis zu unserer Heimat für die Öffentlichkeit zu erschließen und zugänglich zu machen. Deren Präsentation soll auch künftig wichtiger Bestandteil einer Gesamtstrategie zur Verlängerung der Tourismussaison sein.

 

Liebe Pellwormerinnen und Pellwormer,

dieses Programm ist unser Angebot für Euch. Wir alle und insbesondere unsere sechs vorne abgebildeten Direktkandidaten stehen dafür ein. Wenn ihr Euch darin wiederfindet, dann gebt uns bitte Eure Stimmen, damit wir diese Zukunftsideen für Pellworm mit und für Euch umsetzen können.

Einen Bürgermeisterkandidaten werden wir bewusst nicht benennen, denn unsere Gesetze sehen eine Direktwahl von ehrenamtlichen Bürgermeistern nicht vor. Wenn allerdings die Wählerinnen und Wähler so entscheiden, dass jemand von uns in dieses Amt gewählt werden könnte, dann werden wir uns mit einem möglichen politischen Partner auf eine Person verständigen, die für diese tolle Aufgabe brennt, die den notwendigen Sachverstand mitbringt und die Interessen unserer Insel kraftvoll vertreten wird. Dafür benötigen wir aber jede Stimme, deshalb:

 

Gebt Eure Stimmen am 6. Mai 2018 der Kandidatin und den Kandidaten der SPD Pellworm!

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SPD Pellworm
Ostersiel 24, DE-25849 Pellworm
+49 170 7717870
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